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Anrechnung digitaler Lehre auf die Lehrverpflichtung

Podiumsdiskussion | Mittwoch 29.09.2021 | 16:00 – 18:00 Uhr

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Die BayWISS-AG Digitalisierung und Lehre arbeitet seit 2 Jahren an einer Erhöhung der Anreize für Hochschullehrende, digital gestützte Lehr-Lern-Formate zu entwickeln, zu überarbeiten und anzubieten. Zu diesem Zweck hatten wir bereits vorgeschlagen, die §§ 3 und 7 der Lehrverpflichtungsverordnung – LUFV (Verordnung über die Lehrverpflichtung des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals an Universitäten, Kunsthochschulen und Fachhochschulen), weiter zu entwickeln. Der Vorschlag war einfach: „Die Erstellung einer digital gestützten Lehrveranstaltung oder deren Überarbeitung im Abstand von mindestens drei Jahren kann bis zum doppelten Umfang der betroffenen Lehrveranstaltung auf die Lehrverpflichtung angerechnet werden. Der anzurechnende Bruchteil bestimmt sich aus dem für die Erstellung oder Überarbeitung angefallenen Zeitaufwand. Eine Lehrveranstaltungsstunde (Anrechnungsfaktor 1) entspricht drei Arbeitsstunden multipliziert mit der Zahl der durchschnittlichen Vorlesungswochen eines Semesters.“

Durch die Ankündigung des neuen Hochschulinnovationsgesetzes (HIG) ist Bewegung in diese Diskussion gekommen. In Art. 39 (2) wird die Grundlage für den Erlass einer [neuen, geänderten, verbesserten?] Rechtsverordnung des Staatsministeriums zu Umfang und Erbringung der Lehrverpflichtung gelegt. Im Begründungstext wird festgestellt, dass die Verordnung auch „die angemessene Einpreisung neuer Lehrformate“ abschließend regeln soll.

Die Corona-Pandemie hat den bayerischen Hochschulen und Universitäten nunmehr einen Schnellkurs in Digitalisierung, insbesondere der Lehre verordnet. Stand 2021 wissen wir mehr über digitale Lehre als 2019, es gibt neue Arten digitaler Lehre (und digitaler Prüfungen). Die Anforderungen an die Didaktik sind nicht stehengeblieben, sondern haben sich rasant weiterentwickelt.

Wir möchten diesen Workshop daher gerne nutzen, um mit allen Dozentinnen und Dozenten, Studierenden, Verwaltungen, Fachvertreterinnen und -vertretern, Verbänden usw. ins Gespräch zu kommen:

1. Welche verschiedenen Arten von digitalen Lehrveranstaltungen haben Sie wahrgenommen, welche sollten unbedingt (nach Corona) weitergeführt werden?

2. Welchen Aufwand verursachen diese Veranstaltungsarten in der Vorbereitung der Dozierenden, wie häufig findet dieser Aufwand statt und wie kann dieser fair (im Verhältnis zur Präsenzlehre) angezeigt und abgerechnet werden?

In der Durchführung stellen wir uns nach einem Impulsvortrag eine gelenkte Podiumsdiskussion vor, die abschließend in eine offene Diskussion mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern führt. Ziel des Workshops ist es, eine Argumentationsgrundlage für die Begleitung der Erstellung einer neuen LUFV in Bayern zu erschaffen, welche durch Hochschulverbände und die BayWISS AG zu gegebener Zeit in die Diskussion eingebracht werden kann.

Die Sprecher der AG Digitalisierung und Lehre:

Prof. Dr. Torsten Eymann, Universität Bayreuth & Prof. Dr. Klaus Kreulich, Hochschule München

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